Home arrow Musik arrow Bonaparte "Too Much"
 
Bonaparte "Too Much" PDF
Geschrieben von MF   

"Dieses Album ist derart desaströs, dass man es gleich zweimal hintereinander hören muss, um sich zu vergewissern, dass man beim ersten Mal nicht schlecht geträumt hat." Soviel zum Resümee eines Marco Fuchs, der sein Gift* im Intro-Magazin über das "Too Much" Album von BONAPARTE verschoss.

BONAPARTE wird das wenig stören, gibt es doch genug Leute, die auf die Musik und die Band abfahren. Der Kaiser und sein Hofstaat erobern Berlin...und danach die ganze Welt! So sehen die Fakten aus, sorry Marco. BONAPARTE machen in ihren Kostümen die Stadt unsicher und rocken auf den Brettern, die die Welt bedeuten mit ihrer undefinierbar grotesken Mischung aus Digital-Zirkus-Instrumental-Final Musik. Mitreißende Spaß- und Tanzmusik, die ganz nebenbei in ihren Texten die Konventionen unserer Gesellschaft auf die Schippe nimmt, ohne zu belehren: "Say what, what you are gonna do with your life? / What am I gonna do with my life? / I could use a gun, I could borrow a knife (...) You better get yourself a life for just as long as it will last" (WRYGOWYLIFE), natürlich ist auch Gesellschaftskritik zu finden: "It´s a desperate situation / t-t-talkshow generation / come on, make some noize, this is a riot, so raise your voice" (No, I´m against it). Der Kopf von BONAPARTE ist Tobias S., ein Schweizer und ein Vagabund, der sich aus dem rasanten Kreislauf der Gesellschaft raus nimmt und aus diesem Abstand seine Texte schreibt. Mehr Spaß an der Musik, mehr Spaß am Leben wäre für viele Menschen gesünder. Das Debütalbum "Too Much" von BONAPARTE ist da eine gute Medizin.


MF, 2008

* Gift = freie Meinungsäußerung

< Zurück   Weiter >

Links